14.10.2010

shift of shades - neil krug

als vor zwei, drei jahren der hype um die junge, wilde fotografie mit protagonisten wie dash snow oder ryan mcginley zu uns überschwappte, war klar, dass der gegenstand der neuen fotokunst ein einfacher war. freunde knipsen freunde. jugend und eine verschwenderische und fiebrige lebenssucht zeigen diese bilder. aber so einfach der gegenstand sich gibt, so faszinierend wirkt er auf die betrachtenden. denn das leben, das sich auf diesen fotos anbiedert, ist ein schnelles und steht in einem ungleichen wettkampf zu unseren gesellschaftlichen normen. aus der betrachterperspektive ergibt sich das gefühl des ungelebten eigenen lebens. so könnte man meinen, die bilder der jungen wilden spielen mit einem tiefen verständnis, für das konforme leben.

dash snow hat inzwischen den wettkampf verloren. er starb im juli nullneun an einer überdosis heroin.

neil krug's fotos weisen - wie auch ryan mcginley's - oft einen starken naturbezug auf. die natur ist die mystische komponente, worin der menschliche körper lediglich ein dekoratives element darstellt. stimmungsstarke bilder ergeben sich so, welche die ausschweifung und den exzess, der bei snow noch so offen gezeigt wurde, in überschwänglichen, farbdurchtriebenen natur-bombast übersetzen.







































































die gemeinsame arbeit von neil krug und model joni harbeck ist als pulp art book auf dem markt erschienen. die musik zum clip ist im übrigen ab dem legendären score und filmsoundtrack vampyros lesbos.



Kommentare:

  1. das oberste foto erinnert mich irgendwie ganz klein bitzeli an zabriskie point...

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  2. right. nackig in der wüste .. du hippie ;)

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be nice!