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09.06.2012

bastard post

zwei songs. cover vs. original. entscheidet selbst.





ariel pink's haunted graffiti feat. dâm-funk - baby (mature themes)








donnie & joe emerson - baby (dreamin' wild)

29.05.2012

10.05.2012

11.04.2012

bastard post

zwei songs. 1957 vs. 2012. entscheidet selbst.




sam cooke - you send me (sam cooke)





caught a ghost - you send me

22.03.2012

bastard post

zwei songs. 1968 vs. 1985. entscheidet selbst.




marvin gaye - got to give it up (I heard it through the grapevine)
for dancefloors









the durutti column - for belgian friends (domo arigato)
for dreams

13.03.2012

michael kiwanuka - home again




vorfreude ist bekanntlich eine glückshormonfabrik. die belohnung wird erlebt, bevor die belohnung eigentlich eintrifft. das ist insofern bemerkenswert, als dass wir dem ersehnten gegen- respektive zustand mit einer völlig anderen erwartung begegnen. in unserer vorstellung lassen wir uns von ihm beseelen und hoffen darauf, dass er uns des verlangens nach ihm entledige. in seiner erreichbarkeit liegt viel eher die auflösung des glücks, als dass es darin begründet läge.

michael kiwanuka nun hat die vorfreude nach kräften genährt, mit sogenannten extended plays. der weg zu seinem nun erschienen debut album home again war deshalb ein einziger ritt auf wilden glückshormonen. damit jedoch nicht genug: der zauber hält an - was den merkfähigeren lesern als widerspruch zur eingangs aufgeworfenen these auffallen dürfte. gleichzeitig stützt es - und das ist ungemein viel wichtiger! - unsere innigste überzeugung, dass musik der lohnendste, direkteste, rückschlagärmste und fortwährendste weg richtung glückseligkeit ist.

auf michael's soundcloud sind die meisten stücke von home again versammelt. tut euch und der welt einen gefallen: hört mehr solche musik. die ahnengalerie von terry callier über jon lucien bis john martyn und robbie robertson oder levon helm lässt danken.

08.03.2012

alabama shakes - boys and girls




jemand wie brittany von den alabama shakes trägt das herz auf der zunge - und wenn sie singt, bringt sie das blut in wallung. musik für die eingeweide.

boys and girls erscheint am 9. april 2012. bis dahin sind speziell die beiden letzten stücke der ep eine abdominale wohltat.




29.01.2012

bastard post

zwei songs. 2011 vs. 2012. entscheidet selbst.




grace jones - well well well dub (hurricane)







alabama shakes - be mine (live on kcrw/morning becomes eclectic)
a voice to be heard

14.01.2012

adrian younge - black dynamite / venice dawn

er schrieb einen blaxploitation-soundtrack zu einem film, den er selber editierte. dann veröffentlichte er eine ep, deren soul schwer war von psychedelik und fuzz. das alles ist lange her. bei weitem aber nicht so lang, wie man vermuten könnte.

die ep venice dawn ist heute dank des magazins wax poetics wieder verfügbar. nicht nur das - sie wird verschenkt! den song turn down the sound, in meinen ohren ein ganz besonderes schmuckstück, gibt's nur auf der vinyl edition der ep zu kaufen



adrian younge - shot me in the heart (black dynamite ost)









adrian younge - turn down the sound (venice dawn ep)

07.01.2012

he taught me to burn

ein hitziges folk-soul fest zu beginn des drachenjahres.








big maybelle - 96 tears

brenda lee - the crying game

marie owens - the devil's song

howard tate - shoot 'em all down

cooley/munson - sightly sue

mauroks - susan

france gall - les petits ballons

helen banks - do you know

gunga din - crabcakes

orchestre du bawobab - kelen ati len

raymond winfield - things could be better

howard tate - stop

04.01.2012

tim buckley - die musik der sirenen





tim buckley war ein aussergewöhnlicher musiker. als komponist und liederschreiber bewegte er sich ausserhalb der gängigen konventionen. dem konsens des protestlieds, der zu jener zeit an west- und ostküste zelebriert wurde, entsagte er mit der melancholie seiner folksongs bereits auf den ersten beiden alben. buckley's extensives stimmspektrum ist das vordergründige alleinstellungsmerkmal seiner musik und gleichzeitig der grund ihrer verstörenden ausdruckskraft. sie irritiert und provoziert eindringlich ein unmittelbares urteil. mal treiben einem ihr wehklagen, das fisteln und stöhnen die schamröte des zufälligen voyeurs ins gesicht, mal stellen sich einem die nackenhaare auf, wenn sie von dämonen und geistern getrieben gellt und kreischt. an ihr allein entscheiden sich wohlgefallen oder zerwürfnis.

tim buckley's karriere ist in ihrem verlauf unvergleichlich. sein künstlerisches repertoire war von einer rücksichtslosen unzeitigkeit geprägt und entzog sich konsequent der herkömmlichen, kommerziellen verwertung. buckley legte keinen wert darauf, mit einer aktuellen aufnahme auf konzerttournee zu gehen. er hielt sich nicht auf, mit der darbietung seiner errungenschaften und bewegte sich nach der fertigung eines albums bereits in komplett anderen klanglichen sphären. die zuneigung des publikums beschränkte sich so stets auf eine gewisse aufnahme und konzentrierte sich nie auf den künstler selber.

zuschreibungen liess buckley gnadenlos ins leere laufen. mit den experimentellen auswüchsen seiner musik schien es zudem so, als ob buckley es geradezu darauf anlegte, die kleine anhängerschaft zu quälen und ihr trotzig die tür zu weisen. diese schaffensart lässt einen unbändigen verwirklichungsdrang vermuten, der selbst unter hohem leidensdruck - man nehme da beispielsweise das manko finanzieller mittel, mit welchem buckley zeit seines lebens zu kämpfen hatte - nicht versiegte. alles an ihr zielt hin, auf das rastlose verglühen im enthemmten eifer.





die bedrückende polarität tim buckley's musik hinterlässt tiefe spuren. gewährt man ihr die uneingeschränkte entfaltung, entsteht ein schauerlicher hang zu ihr. ich kann nicht umhin, als den gefallen an ihr pathologisch gefärbt zu sehen, einer doppelbindung nicht unähnlich. denn keine musik, die ich kenne, spielt erbarmungsloser mit zuckerbrot und peitsche. selbst die momente totaler harmonie tragen den keim der verwüstung in sich - und man sehnt sie sich herbei, nur dass es schnell wieder vorüber sei.
trotz ihrer kompromisslosigkeit ist die musik nicht selbstbezogen oder unzugänglich. bitter aber schmeckt die musik von tim buckley, gerade in ihren lieblichsten passagen.




tim buckley - driftin' (lorca)





tim buckley - buzzin' fly (happy sad)





tim buckley - phantasmagoria in two (goodbye and hello)





tim buckley - venice mating call (live at the troubadour 1969)





tim buckley - valentine melody (s/t)





tim buckley - sweet surrender (greetings from l.a.)